Nausicaä of the Valley of the Wind Short Review

Nausicaä of the Valley of the Wind

[風の谷のナウシカ]

Diesen Manga habe ich von einer Freundin ausgeliehen bekommen (*knutsch* danke Anni, du hast meinen Mind erweitert).

Das von Hayao Miyazaki persönlich angefertigtes zeichnerisches Meisterwerk das mich von der ersten bis zur letzten Seite mitgerissen hat. Unvergleichbar mit dem Film. Aber jeder der den Film auch nur annährend interessant fand dem lege ich diesen Manga ans Herz. (Der Film zieht sich übrigens so weil sie versucht haben einen 7-Band Manga zu Verfilmen. Ähnlich wie bei Akira wurde die Story also komplett umgekrempelt.)

 

 

 

Die Insekten spielen zu Anfang – wie im Film, eine sehr wichtige Rolle.

Im Manga jedoch sind die nur zur ersten Hälfte des Manga wirklich präsent. Später tauchen sie nur noch ‘symbolisch’ auf um den Sinn aller Geschehnisse zu erklären. Die Ohmus haben sogar eine sehr persönliche Beziehung zu Nausicaä. Im Film wird leider nicht klar, dass diese Wesen göttlich sind und über Intellekt und Weisheit verfügen.

Die Charaktere sind wunderbar ausgearbeitet. Und wie in allen Ghibli Filmen gibt es auch hier kein Gut oder Böse. Es gibt nur verschiedene Sichtweisen. So entstehen Kriege, die Nausicaä versucht zu verhindern. Diese Melodramatik erschafft unglaublich viel Emotion, denn Nausicaä und ihre Freunde sind bereits alles zu opfern.

Mich persönlich erinnerte das Ganze sehr an ‘Prinzessin Mononoke‘, denn auch hier versucht Ashitaka, der Hauptprotagonist, Feden zwischen Freunden zu verhindern ohen Blutvergiessen zu zulassen.

Der Manga ist nichts für schwache Gemüter. Es läuft extrem viel Blut, Charaktere sterben weg wie nichts und die Philosophie hinter dem ganzen ist oft komplex und sehr traurig. Denn es lässt sich beinahe 100% auf unsere heutige Gesellschaft übertragen.

Hayao Miyazaki erklärte in einem Kommentar, dass er Nausicaä erschaffen habe aus mehreren mythologischen Figuren. Zum einen aus der Phäakenprinzessin aus ‘Odyssee‘ und aus der japanischen Heldin Himegimi aus ‘The tales of the past and present‘. Eine Prinzessin die Insekten liebt und deswegen von allen Adligen als verrückt bezeichnet wird. Miyazakis Recherche greift tief, was ich extrem bewundernd finde. Und Nausicaä als Figur ist ihm wirklich sehr gut gelungen.

Noch kurz zu den Gestaltungstechniken des Mangas: es wird nur eine einzige Tuschefederstärke verwendet und keine Rasterfolie. Es würde fast spontan wirken, wenn die Frames nicht so perfekt ausschraffiert und ausgearbeitet worden wären. Die Kontrastreduzierte Druck-Variante bringt sogar einen gewissen Charme mit. Zudem finde ich es super, dass der Manga das doppelte gewöhnliche Mangaformat hat. So ist man nicht ständig damit beschäftigt auf den Buchrücken zu achten und kann sich besser in die Lektüre vertiefen. 

Diesen Manga habe ich nicht das letzte Mal gelesen : )

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1 Response to Nausicaä of the Valley of the Wind Short Review

  1. Pingback: Marinas BLOG» Blog Archive » Ponyo – [hier Lückentext einfügen] xD

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